Beim Rasenmähen fängt man das abgeschnittene Gras entweder in einem Auffangbehälter auf oder man lässt es einfach auf dem Boden liegen. Bei dieser als „Mulchmähen“ bezeichneten Vorgehensweise wirkt das Gras wie ein organischer Dünger. Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe weiterer Vorteile.

So funktioniert das Mulchmähen

Das Schnittgut wird nach dem Mähen nicht in den Fangkorb geschleudert, sondern über einen Mulchadapter auf die Grasnarbe abgegeben. Dabei sorgen rotierende Messer dafür, dass das abgeschnittene Gras fein zerhäckselt und flächendeckend verteilt wird. Dies hat zunächst einmal den großen Vorteil, dass man viel Zeit spart. Man muss nicht immer erst den vollen Auffangkorb leeren, um weitermähen zu können. Das führt wiederum dazu, dass man den Akku-Mäher nicht zwischendurch ausschalten und unnötig Energie für das Abbremsen der Messer verschwenden muss. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sich der Mäher aufgrund des geringeren Gewichts leichter schieben lässt.

Weitere Vorteile im Überblick:

  • man benötigt keinen Dünger (Kostenersparnis)
  • Nährstoffe verbleiben auf dem Gras
  • keine Grundwasserbelastung
  • mehr organische Substanz → höhere Belastbarkeit, höhere Aktivität der Bodenlebewesen
  • Das Mulchmähen kann selbstständig von Robotern übernommen werden.

Ein Nachteil des Mulchmähens

Die Zeitersparnis, die durch das entfallende Leeren des Grasfangkorbes auftritt, wird an anderer Stelle wieder ausgeglichen. Damit das Mulchen eine positive Wirkung hat, muss man den Rasen auf niedriger Höhe halten. Das Schnittgut kann sonst nicht ausreichend zerkleinert werden. Sollte der Rasen schon recht hoch sein, ist er schrittweise zu trimmen.

Tipps zum Mulchen:

  • Rasen etwas öfter mähen
  • Gras maximal um ein Drittel kürzen
  • möglichst bei trockenem Gras mähen
  • bei nassem Gras langsamer arbeiten
  • immer mit Vollgas und scharfen Messern arbeiten
  • Mährichtung variieren